Soziale Phobie, Selbstwert und Perfektionismus
Schwierigkeiten mit dem Selbstwertgefühl und der Selbstsicherheit gehören zu den häufigsten Gründen, weshalb Menschen psychotherapeutische Unterstützung suchen. Soziale Phobie (Sozialangst) ist oft begleitet von der Furcht vor dem Erröten, Schwitzen, Übelkeit oder Erbrechen (Emetophobie) oder sonstigen als peinlich empfundenen Auffälligkeiten im sozialen Kontakt. Soziale Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit und Selbstwertprobleme können über Jahrzehnte vorliegen und lassen sich dennoch gut behandeln. Wenn Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken möchten, stellt die moderne Verhaltenstherapie (KVT/CBT) eine Reihe bewährter und praxisorientierter Techniken bereit und kann auch die zugrundeliegenden belastendenden inneren Überzeugungen korrigieren.
Häufig zeigen sich Unsicherheit vor allem im Kontakt mit anderen. Starke Selbstzweifel oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein, können soziale Interaktionen stark belasten. Die Angst vor sozialer Bewertung und Ablehnung, ein ständiges Selbstmonitoring und Durchspielen sozialer Situationen im Kopf können die Konzentration schwächen.
Auch Perfektionismus und überhöhte Ansprüche an sich selbst können das Leben stark belasten. Überhöhte Leistungsansprüche ermöglichen es kaum, Erfolgserlebnisse zu genießen oder Ruhe und Entspannung zu finden. Dies kann durch Überarbeitung sogar in Depression oder Burnout münden, ebenso wie soziale Ängste häufig mit weiteren Ängsten einhergehen oder von Zwangsgedanken begleitet sein können.
Ziel einer hilfreichen Behandlung ist es, die zugrunde liegenden Muster zu verstehen und neue Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln. Hierbei geht es auch um ganz praktisches Einüben hilfreicher Strategien, wie die Überwindung sozialer Bewertungsängste und das Verstehen und Einüben von Smalltalk-Techniken und anderer Methoden der Sozialkompetenz. Denn die gute Nachricht ist, dass sich Selbstsicherheit und soziale Kompetenz lernen lassen – fast wie Fahrradfahren.